IV · Schiffe
Unter Segeln
Handel, Reisen und Macht wären ohne Schiffe undenkbar. Entdecke Bauarten, Bordleben, Navigation und Seekrieg – ohne die Geschichte einzelner Schiffe vorwegzunehmen.
Schiffstypen
Nicht jedes Segel verfolgt denselben Zweck
Bauweise, Geschwindigkeit, Bewaffnung und Laderaum entscheiden darüber, ob ein Schiff Küsten versorgt, wertvolle Fracht transportiert oder in einer Schlachtlinie besteht.
Schaluppe
Ein bis zwei Masten, geringe Besatzung, ideal für Küstengewässer. Häufig bei Fischern, Kurieren oder Schmugglern.
Brigantine
Zwei Masten, gute Geschwindigkeit und beliebt bei Händlern und Freibeutern. Kann bewaffnet werden.
Fregatte
Drei Masten, hohe Geschwindigkeit und starke Bewaffnung. Für Patrouille, Eskorte, Aufklärung und Piratenbekämpfung.
Galeone
Mehrere Decks, hohe Bordwände und enorme Ladekapazität – dafür vergleichsweise langsam.
Ostindienfahrer
Sehr große Hochseeschiffe mit Vorratsräumen, starken Besatzungen und meist umfangreicher Bewaffnung.
Linienschiff
Mehrere Kanonendecks und enorme Feuerkraft. Langsam, aber Kern großer staatlicher Flotten.
An Bord
Eine schwimmende Welt aus Holz
Wer führt ein Schiff?
Der Kapitän trägt die Verantwortung für Schiff, Besatzung und Ladung. Erster Offizier, Steuermann, Bootsmann, Zimmermann, Segelmacher, Koch, Wundarzt und Matrosen halten den Betrieb am Laufen. Auf langen Reisen ist Kompetenz keine Frage des Komforts, sondern des Überlebens.
Wie findet man den Weg?
Kompass, Jakobsstab, Astrolabium, Sanduhren, Logleine, Sternbilder und Küstenkarten gehören zu den wichtigsten Hilfsmitteln. Erfahrene Kapitäne ergänzen Karten durch eigene Logbücher über Winde und Strömungen.
Was macht eine Reise gefährlich?
Stürme, Riffe, Sandbänke, Krankheiten, Wassermangel, Feuer, Piraterie, Meuterei und Schiffsbruch können jede Überfahrt beenden. Selbst eine vollkommen friedliche Handelsreise bleibt ein Risiko.
Was wird gegessen?
Pökelfleisch, Hartkekse, getrocknete Erbsen, Bohnen, Hafer, Käse, Salzfisch und Trockenobst halten sich lange. Wasser, Bier und Rum gehören zu den Vorräten; frische Lebensmittel werden vor allem in Häfen aufgenommen.
Warum sind Handelsschiffe bewaffnet?
Kanonen, Drehbassen, Musketen, Pistolen, Säbel und Enteräxte dienen vor allem der Abschreckung und Selbstverteidigung. Ein beschädigtes Schiff ist wirtschaftlich teuer – deshalb versuchen Kaufleute Gefechte möglichst zu vermeiden.
Seekrieg
Wer die Seewege kontrolliert, kontrolliert mehr als Wasser
Flotten schützen Handel, Kolonien und Küsten. Im Gefecht sind Windposition, Manövrierfähigkeit und die Fähigkeit entscheidend, die eigene Breitseite einzusetzen. Ein gegnerisches Schiff zu erobern ist häufig wertvoller, als es zu versenken.
Ostringa besitzt die stärkste staatliche Marine. Auremont setzt auf eine kleinere, hervorragend organisierte Flotte zum Schutz des Handels. Tortuga besitzt keine staatliche Marine – im Ernstfall schließen sich ihre Kapitäne freiwillig zusammen.
Kleine Begriffe
Seemannssprache zum Darüberfahren
Ein KauffahrerEin großes Frachtschiff mit hoher Ladekapazität, das einen großen Teil des internationalen Warenverkehrs trägt. ist etwas anderes als eine HandelsfregatteEin schnelleres Handelsschiff mit mittlerem Frachtraum für wertvolle oder zeitkritische Güter.. Und ein KaperbriefEine staatliche Erlaubnis, während eines erklärten Krieges feindliche Schiffe rechtmäßig aufzubringen. trennt einen Freibeuter rechtlich vom Piraten.